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Tipps zum Urlaub in der Uckermark

Städte der Uckermark II

Südwestlich von Prenzlau befindet sich die Stadt Templin, staatlich anerkanntes Thermalsoleheilbad. Berühmteste Tochter der Stadt – Kanzlerin Merkel. Der Name Templin soll so viel bedeuten wie „am Wasser gelegener Hügelort“. Wasser und Hügel – beides stimmt.

Templin gehört zur brandenburgischen Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“. Und genau eben jenen findet der Besucher in Templin auch vor – und zwar in erstaunlich gutem Zustand: Die Stadtmauer ist vollständig restauriert und kann komplett umrundet werden. Auch das historische Rathaus und der malerisch hergerichtete Marktplatz laden zum Schauen und Staunen ein. Sehenswert ist auch die Maria-Magdalena-Kirche, ein dreischiffiger, barocker Bau, von dessen Kirchturm aus sich ein herrlicher Blick über Altstadt und Templiner Stadtsee bietet.

Auch die Templiner Naturtherme ist einen Besuch wert. Eine modern gestaltete Badelandschaft mit Wellenbecken, Grottengang, Whirlpools und Strömungskanal verspricht bestes Badevergnügen. Ein beheiztes Außenbecken mit Geysiren und Wasserfall runden das Angebot ab. Und das Besondere daran – gebadet wird hier in 36°C warmer Thermalsole. Für die kleinen Besucher gibt es allerdings auch ein Süßwasserbecken und einen Wasser-Spielbereich.
Verlässt man Templin in südöstlicher Richtung, so kommt man nach Angermünde.

Angermünde, gegründet um 1330, ist von den Bomben des 2. Weltkrieges weitgehend verschont geblieben. Und auch 40 Jahre Sozialismus konnten dem mittelalterlichen Charakter der Stadt nichts anhaben. Handwerk und Bauerntum begründeten einst den bodenständigen Charme des Städtchens. Bekanntester Sohn Angermündes: Ehm Welk. Wenngleich das so nicht ganz stimmt, ist Welk doch eigentlich in Biesenbrow bei Angermünde geboren.
Auch der legendäre Hauptmann von Köpenick reiste einst durch Angermünde. Er machte seinen Zwischenstopp damals allerdings im örtlichen Gefängnis, da er sich im hiesigen Postamt beim Scheckbetrug ertappen ließ.

Sehenswert in Angermünde sind neben der liebevoll restaurierten historischen Altstadt auch der einzige Zoo der Uckermark sowie das “Ehm Welk und Heimatmuseum”.

Auch um Angermünde herum besticht die Uckermark wieder mit ihrer idyllischen Landschaft. Naturfreunde werden im „Biosphärenreservat Schorfheide – Chorin“ bzw. im “Nationalpark Unteres Odertal” auf ihre Kosten kommen.

Nordöstlich von Angermünde liegt Schwedt/Oder
Kaum eine andere Stadt der Uckermark hat ihr Gesicht in den letzten Jahren so stark verändert, wie das in unmittelbarer Nähe zur polnischen Grenze gelegene Schwedt/Oder.

In der damaligen DDR als ostdeutsches Zentrum der Petrolchemie zur Satellitenstadt avanciert, verlor das Städtchen nach der Wende scheinbar seine Identität. Die unzähligen, hell-lodernden und nicht minder stinkenden Fabrikschlote, die für Schwedt so typisch waren, verschwanden. Ganze Areale der Stadt wurden abgerissen.
Doch Schwedt hat den Wechsel in die neue Zeit geschafft. Heute ist Schwedt zu einem Zentrum ganz anderer Art geworden – zum Kulturzentrum der Uckermark nämlich. Die hier ansässigen „Uckermärkischen Bühnen“ sind weit über die Stadtgrenzen hinaus ein Publikumsmagnet. Auch Stadtmuseum und Galerie bieten dem Kulturliebhaber kleine und große Leckerbissen. Außerdem gibt es ein Erlebnisbad, eine Bowlingbahn und mehreren großzügigen Shopping-Center, die zum Bummeln und Verweilen laden.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind – das neogotische Amtsgericht, die Feldsteinkirche St. Katharinen, die Hahnsche Seifenfabrik im Fachwerkstil, der Berlischky Pavillon, der 1872 errichtete Tabakspeicher und der Wasserturm von 1911, der in dem für diese Gegend so typischen Backsteinstil errichtet wurde.

Tagesreisen nach Polen bieten sich an, ebenso wie Ausflüge in den “Nationalpark Unteres Odertal“, eine der letzten natürlichen Flussauenlandschaften Mitteleuropas. In dieser einzigartigen Landschaft gibt es ca. 286 Pflanzenarten, 235 Vogelarten sowie 13 Amphibien- und Reptilienarten und mehr als 36 verschiedene Fisch- und Säugetierspezies. Der Artenreichtum ist enorm, die Landschaft selbst von zauberhafter Schönheit.

Die Uckermark, eine einzigartige Mischung aus Landschaft und Ruhe, wie man sie nur in dünn besiedelten Gegenden findet. Und darum sind wohl auch die Menschen hier von einem ganz eigenen Schlag: bodenständig und ein wenig herb. Man redet nicht viel. Und wenn doch, dann ist es vielleicht sogar das selten gewordene „Uckermärker Platt!“

Die Uckermark möchte entdeckt werden. Darauf einlassen muss sich jeder selbst.

Teil 1 Städte der Uckermark: Lychen, Prenzlau & Brüssow